Überspringen zu Hauptinhalt

WG fragt sich : Sieht so eine seriöse Berichterstattung der GNZ über eine Gremiensitzung aus ?

Die SWG Fraktion in Hasselroth zeigt sich sehr verwundert über die jüngste Berichterstattung im Zusammenhang mit den Wahlen innerhalb der Gemeindevertretung. Aus Sicht der SWG Fraktion wurden dabei grundlegende journalistische Prinzipien wie Wahrhaftigkeit und Sorgfalt nicht ausreichend berücksichtigt, stattdessen werden vom Berichterstatter nicht verifizierte Unterstellungen verbreitet.

Im Zentrum der Kritik steht die Vermutung des anwesenden Reporters, die SWG habe Stimmen für einen AfD-Bewerber abgegeben (siehe dazu untenstehender Artikel der GNZ vom 18.04.2026).
Die Fraktion weist diese Darstellung entschieden zurück und betont, dass es sich bei der betreffenden Abstimmung um eine geheime Wahl gehandelt habe. Daher könne grundsätzlich nicht nachvollzogen werden, wie einzelne Gemeindevertreter abgestimmt haben.

Gemäß dieser Logik würde die SWG ihren eigenen Kandidaten auch keine vollen Stimmenanzahl gegeben haben. Denn bei der Wahl zur Vertreterin Naturpark Hessischer Spessart hat die SWG – Kandidatin Dagmar Oppermann 14 Ja-Stimmen erhalten und auf die AfD entfielen vier Stimmen bei vier Enthaltungen. Ebenso bei der Wahl des Stellvertreters zur E-Com 21 erhielt SWG-Kandidat Kristian Niegisch 17 Ja-Stimmen und die erneut AfD vier Stimmen bei einer Enthaltung.

Besonders kritisch sieht die SWG, dass in der Berichterstattung offenbar Schlussfolgerungen gezogen wurden, ohne dass belastbare Fakten vorlagen. Nach Auffassung der Fraktion hätte vor Veröffentlichung sorgfältig geprüft werden müssen, ob entsprechende Aussagen belegbar sind. Oder war der Reporter während der geheimen Wahl in der Wahlkabine anwesend ? Ja, wir wissen es gibt eine journalistische Freiheit, aber diese sollte doch bitte immer faktenbasiert sein und nicht auf dem persönlichen Gusto (Antipathie oder Sympathie) des Berichterstatters beruhen.

Es ist wichtig klarzustellen, dass jede anwesende Person ihr Wahlrecht frei und geheim ausüben konnte, erklärt die SWG. Dies schließe ausdrücklich Mitglieder aller Fraktionen ein, also auch von SPD und CDU. Rückschlüsse auf das Abstimmungsverhalten einzelner Gruppen seien deshalb nicht zulässig und alle Erkenntnisse dazu sind reine Vermutungen.

Bereits zu Beginn der neuen Legislaturperiode entstehe so der Eindruck einer einseitigen oder politisch gefärbten Berichterstattung, was das Vertrauen in unabhängigen Journalismus beeinträchtigen könne.
Es wird immer wieder gefordert, dass verantwortungsvoll und faktenbasiert über Kommunalpolitik berichtet wird, dies würden wir uns auch in diesem Fall wünschen.

Siehe dazu auch den Artikel aus der GNZ (mit freundlicher Genehmigung der GNZ Redaktion)
Bildquelle Beitragsbild Pixabay

 

An den Anfang scrollen