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Ärztliche Nahversorgung In Hasselroth

Ärztliche Nahversorgung in Hasselroth

Am Mittwoch, dem 14. November 2018 findet die nächste Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses statt. In dieser Sitzung wird auch der von der SWG-Fraktion im September 2018 in der Gemeindevertretersitzung gestellte Antrag auf Sicherstellung der ärztlichen Nahversorgung behandelt. Auch die ansässigen Ärzte und Apotheker sind als Experten eingeladen. Bereits im Sommer 2018 hat sich unser Bürgermeisterkandidat Matthias Pfeifer mit einem in Hasselroth ansässigen Arzt und einem ansässigen Apotheker ausgetauscht, um nach Lösungsmöglichkeiten zur Sicherstellung der ärztlichen Nahversorgung zu suchen. So ist u.a. auch die Idee eines medizinischen Versorgungszentrums für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Hasselroth entstanden. Auch die finanziellen oder nicht-finanziellen Unterstützungen wie Bürgschaften, Baugrund, Gebäude sind weiter zu verfolgen und in einem Konzept zu berücksichtigen. Und nun kommt eine Woche vor der Wahl die SPD mit einem Vorschlag, eine  „Gemeindeschwester 2.0“  zu beantragen. Das Land Hessen fördert die hessischen Kommunen 2018 und 2019 bei diesem Projekt mit insgesamt 1,85 Mio. € pro Jahr. Eines möchte die SWG in diesem Zusammenhang auch noch einmal klar stellen: das Projekt der Gemeindeschwester fußt, laut Aussage von Gesundheitsminister Stefan Grüttner über die Pressestelle des „Hessisches Ministerium für Soziales und Integration“,  auf der Aufteilung mit mindestens einer weiteren „Gemeinde-Sozial-Lotsin“ sowie ehrenamtlichen Ortsteil-Kümmerern. Eine Gemeindeschwester soll sich primär um die psychosozialen Belange älterer Menschen (ab einem Alter von 80+!!!) kümmern, sowie präventive Hausbesuche bei hochbetagten Menschen durchführen, die noch keine Pflege brauchen und alleine zu Hause wohnen, ihnen ihr tägliches Leben erleichtern sowie ihre Bedarfe, aber auch Risiken erkennen. Eine Gemeindeschwester 2.0 soll somit die Lücke zwischen medizinischer und psychosozialer Versorgung schließen, die noch keinen Pflegebedarf im Sinne  des SGB-XI haben.

Eine Gemeindeschwester 2.0 kann aber keinen Hausarzt ersetzen, sondern lediglich eine Ergänzung darstellen. Im aktuellen Wahlkampf wird nun etwas anderes suggeriert.

Wir schreiben das jetzt nicht, weil die Beantragung einer sog. Gemeindeschwester 2.0 vielleicht keine gute Idee ist. Es ist aber nicht richtig in Zeiten des Wahlkampfes bei diesem sensiblen Thema in einem Presseartikel zu suggerieren, dass „mit einer Gemeindeschwester 2.0 zumindest kurzfristig die Grundversorgung sichergestellt werden kann (Zitat Ende)“.

Viel wichtiger ist, die Hausarztzentrierte Versorgung in Hasselroth sicherzustellen und dem niedergelassenen Arzt die Entscheidung zu überlassen, ob der Bedarf einer Gemeindeschwester gegeben ist, gerade unter Berücksichtigung, dass im Umkreis von Hasselroth und auch in Hasselroth genügend Pflegedienste zur Verfügung stehen. Diese ambulanten Pflegedienste unterstützen Pflegebedürftige und Angehörige bei der Pflege zuhause und bietet Familien Unterstützung und Hilfe im Alltag.

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